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dargestellt hätte. Angesichts meiner nach wie vor mangelnden Erfahrung in der Selbstverteidigung wollte ich jedoch kein Risiko eingehen.
Als ich mich schließlich zur Rückkehr nach Minoc entschloß, war bereits die Nacht über Britannia hereingebrochen. Ich war noch nicht weit gekommen, da hörte ich plötzlich ein seltsames, unheimliches Heulen, das für meinen Geschmack viel zu nahe erklang. Abrupt blieb ich stehen und sah mich um. Zunächst konnte ich nichts Ungewöhnliches erkennen, doch dann gewahrte ich einen Echsenmenschen, der drohend durch das Unterholz auf mich zukam! Ich machte natürluch, daß ich davonkam, da ich mir in einem Kampf gegen das Monster keine Chance ausrechnete. In meiner Hast lief ich jedoch in den nächsten Busch, und ehe ich genügend Entfernung zwischen mich und das Echsenwesen legen konnte, hatte diese mich mit einem Klauenhieb auch schon verletzt. Glücklicherweise entkam ich ihm dann doch, und wie von Furien gehetzt rannte ich den ganzen Weg zurück bis nach Minoc.
Als ich endlich in der Stadt ankam und mich sicher im Schutz der Wachen wußte, pries ich mein Glück, während des ganzen langen Tages, den ich beim Holzhacken zugebracht hatte, nicht schon eher auf ein solches Wesen gestoßen zu sein!
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Die 'Kuh-Katastrophe'
Als ich mich an jenem Tag in Ultima Online einloggte, war ich ziemlich guter Laune - hatte ich doch aus der Arbeit vom Vortag über 700 Goldstücke in meiner Börse, die ich auf der Bank in Vesper abzuliefern gedachte. Zunächst jedoch wollte ich mich auf die Suche nach Rincewind machen, der laut ICQ ebenfalls online war. Da er sich oft am südlichen Stadtrand von Minoc herumtrieb, um dort Holz zu fällen oder Tiere zu zähmen, beschloß ich, auf gut Glück nach ihm zu forschen, anstatt ihn über ICQ zu fragen, wo er gerade sei. Guter Dinge trat ich aus dem Gasthaus im Norden Minocs, in dem ich mich am Vorabend ausgeloggt hatte.
Auf meinem Weg durch Minoc wurde ich von einem anderen Spieler angesprochen, der sich von meiner schönen, grün-braunen Kleidung beeindruckt zeigte und wissen wollte, wo ich Kleider in diesen Farben bekommen hätte. Geschmeichelt erklärte ich ihm, daß einer meiner Freunde sie so gefärbt hätte, und ging dann weiter. Eigentlich hätte ich es schon ahnen müssen. Alles lief viel zu gut. Ich war dermaßen gut aufgelegt, daß eigentlich wirklich nur der obligatorische Schlag in den Nacken folgen konnte... :-) Aber ich greife vor.
Ein paar Häuser weiter traf ich Avalon, einen anderen deutschen Spieler. Ich hatte ihn am Vortag beim Hufschmied getroffen und er war eventuell am Eintritt in unsere Gilde interessiert. Ich begrüßte ihn, und wir blieben eine Weile
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